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Wirklichkeit

Was ist Wirklichkeit?

Was Wirklichkeit ist, wissen wir nicht. Wir kennen nur verschiedene Modelle der Wirklichkeit, nämlich die, die im Menschen aktiv sind. Es handelt sich letzten Endes um Abbildungs-Varianten der Realität, die ausschließlich durch das Gehirn konstruiert und organisiert wird. Realität ist in diesem Zusammenhang die Gesamtheit dessen, was existiert, unabhängig davon, ob und wie es durch den Betrachter wahrgenommen wird.

Wirklichkeit ist das, was wirkt, also bis auf die Wahrnehmungsebene durchdringt

Wahrnehmen kann der Mensch allerdings nur das, was sein Filtersystem durchlässt, denn auf dieser Ebene sind Codierungen aktiv, die darüber entscheiden, was angenommen oder abgelehnt wird. Diese Codierungen beruhen einerseits auf Speicherungen, die bedrohliche Inhalte betreffen und Inhalte, die auf Dressur beruhen. Dazu gehören historische, weltanschauliche und religiöse Elemente, deren Infragestellungen in aller Regel Probleme für den Betroffenen nach sich ziehen.
Das Belohnungs- und Bestrafungssystem im Hirn blendet vor diesem Hintergrund alles aus, was der selbst konstruierten oder der von außen kontrollierten Wirklichkeit entgegensteht. Die Speicherungen werden durch unterschiedliche Auslöser aktiviert und gesteuert. Der Betreffende ist in der Regel nicht in der Lage, vom Auslöser auf den Verursacher rückzuschließen. Sobald etwas nicht mehr stimmt, wird nur wahrgenommen, dass es so ist, aber leider nicht warum. Das liegt daran, dass die abgewehrten oder abgelehnten Inhalte weiter wirksam bleiben und über die mentale, emotionale, historische, physische und psychische Verfassung zum Ausdruck kommen. Die Kunst besteht darin, den jeweiligen Ausdruck mit einem codierten Inhalt in Verbindung zu bringen.

Bedrohlich ist im Prinzip alles, was die Existenz des Menschen gefährdet. Dazu gehören im Wesentlichen die Erfahrungen, die ein Mensch zu Beginn seines jetzigen Lebens im Bauch seiner Mutter gemacht hat, und die Ereignisse seiner Vorfahren, die energetisch in ihm gespeichert sind. Die Bedrohungen, die während der Schwangerschaft erfahren werden, beziehen sich maßgeblich auf die Infragestellung des Kindes durch die Mutter, die sich gedanklich oder emotionell mit der Frage beschäftigt, ob sie dieses Kind zur Welt bringen will oder nicht. Darüber hinaus bleiben Tötungsversuche nicht ohne Folgen, auch wenn sie misslingen. Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass auch die Tötung eines Embryos Folgen für Mutter und nachfolgende Kinder hat, die diese Speicherung in sich tragen. Weitere Bedrohungen betreffen Ereignisse, die der Mensch nicht selbst erfahren hat, aber in ihm gespeichert sind. Dazu gehören Erlebnisse der Mutter, Ahnen oder Erfahrungen von Menschen aus der eigenen Blutlinie, die unerlöst geblieben sind und im gegenwärtigen Menschen als Speicherung hinterlegt sind. Dabei ist es in der Regel unerheblich, ob jemand eine bedrohliche Begebenheit selbst erlebt hat oder Augenzeuge war. Auf der Verarbeitungsebene spielt das nur eine untergeordnete Rolle, da auch das Betrachten eines grausamen oder schlimmen Ereignisses die selben Regionen im Hirn aktiviert, als wäre er selbst betroffen.

Nun gibt es Experten, die diese Möglichkeit der Wirkung als abwegig abtun, da es dafür keine Beweise gebe. Wer aber intensiv mit Menschen arbeitet und den Verlust- und Entzugsängsten nachspürt, die diese Menschen auf unterschiedlichen Ebenen zum Ausdruck bringen, wird feststellen, dass der Grund für die Lebensangst genau in diesem Umstand begründet liegt, der hier skizziert wird. Es gibt also einen informellen Speicher, der diese Erinnerungen konserviert, sich aber selbst jedem instrumentellen Nachweis entzieht.

Deutungshoheit

Die Modelle von der Welt insbesondere das, was als Wahrheit und Lüge zu gelten hat, werden maßgeblich stets von den herrschenden Kräften geprägt. Diese sind in der Lage, Bilder und Vorstellungen so zu erzeugen und zu kontrollieren, das die gewünschte Wirkung erzielt wird. Dazu braucht es nützliche und willfährige Idioten auf der einen Seite, die bei der Umsetzung helfen und unselbständige und nicht selbst denkende Zweibeiner auf der anderen Seite, die alles glauben, was ihnen vorgesetzt wird. Das war früher nicht anders als heute. Die Welt-Modelle des Abendlandes wurden vom Mittelalter bis in die frühe Neuzeit von Menschen in schwarzen Umhängen (Talare) vermittelt und gegenwärtig von Menschen mit weißen Umhängen (Kittel). Beide vermitteln letztlich vorherrschende Evangelien, die den aktuellen Zeitgeist wiederspiegeln. Wie plausibel oder wahrheitsgetreu diese Modelle sind, muss jeder selbst überprüfen. Wer nicht prüfen will oder kann, kann es nur glauben oder verwerfen.
Wer den Charakter und die Wesensart von Modellen einschätzen will, muss das Prinzip der Deutungshoheit verstehen, die quasi Gesetzeskraft erlangt, auch wenn dazu nichts schriftlich fixiert wurde. An die Deutungshoheit ist die Sanktionsmöglichkeit gekoppelt, mit denen jene Menschen belegt werden, die Zweifel an herrschenden Doktrinen äußern. Häresie (Gotteslästerung) ist bis in die Gegenwart ein strafwürdiges Vergehen. Während der Renaissance wurden Zweifler entweder mit dem Bann belegt, exkommuniziert oder Ad maiorem Dei gloriam verbrannt. Der Ketzer der Gegenwart wird zunächst mit verbalen Keulen bearbeitet, bis er einknickt und seinen Irrglauben widerruft oder bei Weigerung als Paria gebrandmarkt. Verfügt der Abtrünnige über Reputation, wird ihm der Zugang zu den Futternäpfen verwehrt und er geht seiner Reputation verlustig. Das Motiv ist das selbe, die Methode ist etwas humaner. Hier liegt der Grund, warum Titel und Ämter nur verliehen und nicht vergeben werden. Zeigt sich der Begünstigte als unbelehrbar, ist also rückständig, kann die Leihgabe wieder entzogen werden. Dieser Fortschritt wird für gewöhnlich als das Ergebnis von Aufklärung umschrieben. Wir erleben zwar einen Wandel der Modelle, wirklich frei Denken ist nach wie vor nicht erlaubt, weil Fragenstellen bedeutet, Zweifel am aktuellen Modell zu haben. Wer also an der Realität oder an Wahrheit Interesse hat, sollte Mut und Durchhaltevermögen beweisen.

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